Zahnfleischentzündungen und Zahnsteinbildung
Laut einer Erhebung in deutschen Tierarztpraxen werden Zahnfleischentzündungen und Zahnsteinbildung ähnlich häufig diagnostiziert wie Herz-Kreislauf- oder Harnwegserkrankungen. Kleine Hunde sind hiervon ganz besonders betroffen. Hier stellt die Zahnsteinbildung inzwischen den Hauptgrund für einen Tierarztbesuch dar.
Warum sind besonders kleine Hunde von der Zahnsteinbildung betroffen?
Das Gebiss kleiner Hunde weist oft nicht ausgefallene Milchzähne auf. Dies führt zu Fehlschluss und ermöglicht die Ablagerung von organischem Material und Bakterien .
Die Zähne kleiner Hunde stehen enger zusammen als z.B. bei großen Hunden. In den Zwischenräumen können sich somit eher Bakterien und Nahrungsreste ansammeln.
Kleine Hunde bekommen oft nur „weiche“ Nahrung zu fressen.
Wie entwickelt sich Zahnstein und welche Gefahren gehen von ihm aus?
Zunächst entwickelt sich auf der Zahnoberfläche der Zahnbelag. Dies ist ein Biofilm, der aus Millionen Bakterien und organischem Material besteht.
Schon nach 24 - 48 Stunden kommt es zur Zahnsteinbildung durch die Einlagerung von Kalzium in den Zahnbelag und Aushärtung zu Zahnstein.
Zahnfleischentzündung und nachfolgende Zerstörung des Zahnhalteapparates bis hin zum Zahnausfall sind häufig die Folge.
Die befallenen Zähne stellen einen ständigen Keimherd dar. Diese Bakterien können im Körper schwere Erkrankungen, wie Herzinsuffizienz, Gelenk- und Nierenschädigungen hervorrufen.