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Fischkrankheiten
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Erkrankung durch Bakterien

Mangelerkrankungen

•Mineralstoffmangel
•Lochkrankheit
•Leberverfettung
•Jodmangel
•Osmotischer Schock


Mineralstoffmangel

Mangelerkrankungen können auftreten, wenn den Fischen wichtige Mineralstoffe fehlen. Der Fisch ist auf im Wasser gelöste Mineralstoffe und Spurenelemente angewiesen, die er über die Kiemen und die Haut aufnimmt.

Gerade große Fische entziehen dem Wasser viele Mineralien. Zudem gehen im sauerstoffreichen Aquarienwasser gelöste Mineralstoffe und Spurenelemente durch Ausfällungsprozesse verloren.

Durch einen regelmäßigen Wasserwechsel und die Zugabe von sera mineral salt können die fehlenden Mineralien wieder ergänzt werden.

Viele Aquarianer benötigen für die Pflege und Zucht bestimmter Fischarten weiches Wasser. Sie verwenden für den Wasserwechsel Osmosewasser oder Wasser aus Ionenaustauschern. Da diesem Wasser alle Mineralien und Spurenelemente entzogen sind, können nach einiger Zeit Mangelerkrankungen auftreten. Gerade Jungfische benötigen während ihrer Entwicklung viele Mineralien und Spurenelemente.

Fehlen Mineralien und Spurenelemente während bestimmter Entwicklungsphasen, kommt es zu Missbildungen an Flossen und Kiemendeckeln, die später nicht mehr zu beheben sind.

Die fehlenden Stoffe können ergänzt werden, indem man das zu wechselnde Wasser mit sera mineral salt aufbereitet. Das speziell für diesen Zweck entwickelte sera mineral salt enthält über 60 Mineralien und Spurenelemente. Es beugt bei regelmäßiger Anwendung wirksam solchen Mangelerkrankungen vor.

Flossendeformation

Mineralstoffmangel

Lochkrankheit

Auch die Lochkrankheit der Cichliden ist ursprünglich eine Mangelerkrankung, die allerdings verschiedene Ursachen haben kann. Da sie oft mit einem Flagellatenbefall im Darm der Fische einhergeht, wurde dieser lange Zeit als primäre Ursache angesehen. Der Massenbefall des Darmes durch Flagellaten und Bakterien ist aber häufig auf eine vorhergehende ungeeignete Ernährung zurückzuführen.

Die Erreger stören die Verdauungsvorgänge und schaden der Darmschleimhaut. In der Folge können nicht mehr alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in der benötigten Menge aufgenommen werden. Es kommt zu einem akuten Mangel im Organismus des Fisches. Der Fisch versucht das auszugleichen, indem er Knorpelgewebe im Bereich des Kopfes zurückbildet und daraus die benötigten Stoffe gewinnt.

Die Haut reißt an den betroffenen Stellen auf, und die weiße zersetzte Knorpelmasse tritt aus. Zurück bleibt eine kraterartige Vertiefung. Die entstandenen Löcher können von einem Millimeter bis zu zwei Zentimeter groß sein.

Durch die regelmäßige Zugabe von sera mineral salt kann der Lochkrankheit vorgebeugt werden, und schon vorhandene Löcher heilen im Laufe mehrerer Monate wieder zu. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Fische gesund und abwechslungsreich ernährt werden. Eine häufige Fütterung von Rinderherz oder anderem Warmblüterfleisch fördert die Vermehrung von Darmflagellaten.

Lochbildung durch Mineralstoffmangel in Osmosewasser

Außerdem muss man dem Futter regelmäßig sera fishtamin beigeben, denn der Organismus der Fische kann die benötigten Nährstoffe und lebenswichtigen Mineralien nur in Gegenwart von Vitaminen aufnehmen.

Arzneimittel bekämpfen zwar die Krankheitserreger, aber der Organismus der Fische ist durch die Krankheit geschwächt und muss sich erholen.

Darum ist es äußerst wichtig, während der Genesungsphase den Fischen optimale Haltungsbedingungen und eine hochwertige, gesunde und abwechslungsreiche Nahrung zu bieten.

Das alleine reicht jedoch nicht. Auch zusätzliche Vitamine müssen mit der Nahrung verabreicht werden, um den Organismus zu kräftigen und das Immunsystem zu stärken. Nur so können die Fische nach überstandener Krankheit wieder kräftig werden. sera fishtamin enthält alle für den Fisch notwendigen Vitamine in der für Fische optimalen Zusammensetzung. Man verabreicht diese flüssige Vitaminsuspension nach Krankheiten eine Woche lang täglich mit dem Futter.

Flosseneinschmelzung und Löcher im Kopf durch Haltung in Osmosewasser.

Lochkrankheit

Leberverfettung

Verfettung der Leber eines Fisches tritt bei ungeeigneter Zusammensetzung der Nahrung auf. Futtermittel, deren Inhaltsstoffe nicht optimal aufeinander abgestimmt sind und einen erhöhten Anteil von Kohlenhydraten enthalten, können die Verfettung der Leber verursachen. In altem feucht gewordenem Futter können sich leicht Pilze ansiedeln. Diese erzeugen hochgiftige Stoffwechselprodukte, die in minimaler Konzentration innerhalb kurzer Zeit die Leber selbst großer Fische zerstören, was sich in einer extremen Verfettung äußert.

Geheilter Diskus nach regelmäßiger Zugabe von sera mineral salt

Es ist darum darauf zu achten, dass die Futterdosen innerhalb von zwei Monaten aufgebraucht sind und nicht in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden. Licht und Sauerstoff zerstören die Vitamine in angebrochenen Futterdosen sehr schnell. Darum ist es sinnvoll sera fishtamin beizufüttern.

Die Leberverfettung kann aber auch durch Krankheiten wie Hepatitis verursacht werden. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Ist die Leber geschädigt, kommt es zu sekundären Erkrankungen. Diese werden häufig als Ursache angesehen und erfolglos behandelt. Die Fische sterben, wenn das Lebergewebe zum größten Teil zerstört ist. Bei abwechslungsreicher, gesunder, vitaminreicher Ernährung und optimalen Haltungsbedingungen kann der Fisch eine Hepatitis überstehen und das Lebergewebe sich wieder regenerieren.

Leberverfettung und verfettete Organe bei einem Koi (weißliche Stellen )

Lochkrankheit

Jodmangel

In manchen Gegenden enthält das natürliche Wasser nicht genügend Jod. Bei Mensch und Tier kommt es zur Kropfbildung, wenn das fehlende Jod nicht mit der Nahrung aufgenommen wird. Auch Fische können unter dieser Mangelerkrankung leiden. Es bildet sich dann eine große Geschwulst in der Kehlregion. Bei großen Fischen kann sie sogar aus dem Kiemenraum herauswachsen. Eine operative Entfernung hilft nur kurzzeitig, nach wenigen Wochen ist ein solcher Kropf wieder nachgewachsen.

Führt man den Fischen dagegen regelmäßig Jod zu, bilden sich selbst große Kropfgeschwülste wieder selbständig zurück. Das kann in Form von regelmäßiger Zugabe von sera mineral salt beim Wasserwechsel geschehen. Auch das Verfüttern jodhaltiger Futtermittel schafft Abhilfe und wirkt vorbeugend. Jodhaltige Futtersorten sind sera FD Krill, sera GVG-mix marin und das Granulatfutter sera granumarin.

Verfüttert man eines oder abwechselnd mehrere dieser Sorten ein- bis zweimal in der Woche, kann einer Kropfbildung bei allen Fischarten und -größen wirkungsvoll vorgebeugt werden. Vorbeugend wirkt das neue sera aquatan bei jedem Wasserwechsel, da es auch das wichtige Element Jod enthält.

Ist ein Kropf aufgetreten, ist zur Behandlung täglich einmal ein jodhaltiges Futter zu geben und das Wasser regelmäßig mit sera mineral salt anzureichern. Dabei ist nicht die Menge des zugegebenen sera mineral salt wichtig, sondern die regelmäßige Anwendung, bis der Kropf wieder abgeheilt ist. Danach reicht es aus, die Fische zweimal wöchentlich mit dem jodhaltigen Futter zu füttern.

Kropfbildung bei Jodmangel

Der Kropf hat sich durch Verfüttern von jodhaltigen Futtermitteln innerhalb von sechs Wochen selbständig zurückgebildet.

Osmotischer Schock

Werden Fische aus einem Wasser mit hohem Leitwert (hohem Salzgehalt) in ein Wasser mit geringem Leitwert ohne Anpassungsphase umgesetzt, erleiden sie einen osmotischen Schock. In harmlosen Fällen, wenn die Unterschiede nicht so gravierend sind, löst sich nur die Schleimhaut ab. Dabei wird der Organismus der Fische extrem belastet und geschwächt. Innere Erkrankungen können die Folge sein, oder die ihres Schleimschutzes beraubte Haut wird von Bakterien und Pilzen infiziert. Haut-, Flossen- und Kiemenfäule können daraufhin auftreten.

Bei extremen Leitwertunterschieden können die feinen Knorpelgelenke in den Flossenstrahlen durch den hohen osmotischen Druck gesprengt werden. Die Flossen fallen in großen Stücken ab. Die Bruchstellen können ganz schnell von Bakterien und Pilzen infiziert werden, zumal der Fisch extrem geschwächt ist.

Diskus mit abgesprengten Flossen durch osmotischen Schock beim Umsetzen.

Einem osmotischen Schock kann man vorbeugen, indem man vor dem Umsetzen pH-Wert und Leitwert des Transportwassers misst und den Leitwert des Aquariums, in das der Fisch überführt werden soll, durch die Zugabe von sera mineral salt oder sera ectopur angleicht. Unterschiede von 100 bis 200 µS/cm fallen dabei nicht ins Gewicht. Es ist darauf zu achten, dass in µS/cm (Mikrosiemens pro Zentimeter) gemessen wird und nicht mit mS/cm (Millisiemens pro Zentimeter).

Eine Verwechslung bedeutet die tausendfache Salzkonzentration.

Nachdem der Fisch in das angepasste Wasser gesetzt wurde, muss ihm einige Zeit zur Erholung gegeben werden. Dann senkt man den Leitwert durch Wasserwechsel in kleinen Schritten und über einige Stunden auf den gewünschten Wert ab.

Den pH-Wert des Aquariums passt man durch die Zugabe von sera pH-minus oder sera KH/pH-plus an.

Osmotischer Schock

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