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Wissenwertes über Frettchen

Allgemeines

Das Frettchen gehört als echtes Haustier zur Gattung der Marderartigen und stammt ursprünglich vom einheimischen Iltis ab.
Zu seiner Verwandtschaft gehören der Dachs, das Stinktier und der Fischotter.
Das weibliche Tier bezeichnet man als Fähe, das männliche Tier als Rüde.
Als soziale Tiere, die sehr unternehmungslustig sind, sollten Frettchen mindestens zu zweit gehalten werden, sie spielen intensiver miteinander. Dabei kann man durchaus ein Pärchen halten, allerdings sollten die Tiere dann kastriert werden, wenn kein Nachwuchs gewünscht wird. Zwei Männchen vertragen sich am besten, wenn sie zusammen aufgewachsen sind, sie sollten aber ebenfalls kastriert werden, damit sie sich vertragen. Zwei Weibchen können ohne Probleme zusammen gehalten werden. Wenn Frettchen Geschlechtsreif werden, sondern sie einen strengen Geruch ab und markieren ihre Umgebung mit Urin. Daher ist es zu empfehlen, Frettchen zu kastrieren.

Beim Kauf sollte immer darauf geachtet werden, dass die Tiere wach und munter sind, glänzendes Fell und blanke Augen haben. Verschiedene Farbvarianten machen diese Tiere zusätzlich zum putzigen Gesellen. Frettchen vertragen sich durchaus auch mit Hunden und Katzen, bei Nagern und Vögeln sollte man vorsichtig sein, da diese Tiere zur natürlichen Beute werden können.


Haltung

Frettchen benötigen ein sehr großes Nagerheim mit mindestens zwei Etagen und einer Inneneinrichtung, die viel Platz zum Toben und Spielen bietet.
Spielsachen und Futternäpfe sollten auf mehreren Ebenen Platz haben.
Kuschelige Schlafsäcke für Frettchen und Schlafhäuschen (ausgepolstert mit weichen Baumwolltüchern) für den Unterschlupf bieten einer Schlafzeit von ungefähr 16 Stunden einen ruhigen Ort.
Frettchen sind sehr saubere Tiere und setzen Urin und Kot immer in die gleiche Ecke, daher kann man Frettchen leicht an eine Toilette (kleine Katzentoilette oder flache Plastikwanne) gewöhnen.
Zum Spielsachen eignen sich Röhren, Papiertüten Hängematten (speziell für Frettchen im Handel erhältlich) oder aussortierte Baumwollkleidung (Hosenbeine oder Ärmel).


Eingewöhnung

Es wird am Anfang ängstlich sein in seiner neuen Umgebung, daher benötigt es ein wenig Zeit, um sein neues Zuhause zu erkunden.
Mit kleinen Leckereien (z. B. kleines Stückchen ungesalzenes Hühnerfleisch) lassen sich die Tiere gerne anlocken. Viele Frettchen schließen rasch Freundschaft und lassen sich sehr bald streicheln. Beim Tragen des Frettchens bitte mit einem Zeigefinger zwischen die Vorderbeine und mit den anderen Fingern um den Bauch fassen. Die zweite Hand unterstützt das Hinterteil.

Je mehr Zeit den Frettchen gewidmet wird, desto anhänglicher werden die Tiere.


Ernährung

Im Verhältnis zu Körperlänge besitzen Frettchen einen kurzen Mangen und Darmtrakt, bei dem der Blinddarm völlig fehlt, dadurch beträgt die Verweildauer von Futter im Darm ca. 3 Stunden. Aus diesem Grund benötigt das Frettchen mehrmals am Tag hochwertiges, nährstoffreiches und leicht verdauliches Futter, mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß.
Der Nährstoffbedarf ist dem der Katze sehr ähnlich, daher kann, ohne dass Mangelerscheinungen zu befürchten sind, Dosen Futter gegeben werden (bitte kein Hundefutter, da es zu wenig Eiweiß enthält).

Zwei oder drei Mahlzeiten bei Zimmertemperatur sollten über den Tag verteilt gefüttert werden. Frettchen Bunkern auch gern ihr Fressen, daher ist eine Kontrolle der Schlafhäuschen und anderer Verstecke im Käfig nötig, so verhindert man Reste, die gerade in der warmen Jahreszeit schnell verderben können.
Als natürliches Raubtier und zur Abwechslung sollte der Speiseplan zwischendurch auch Grillen, gekochtes Geflügel, Lamm oder Rind enthalten. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte jedes Frettchen seinen eigenen Futternapf haben. Zusätzlich mögen Frettchen gerne Bananen, süße Äpfel, Trauben, Paprika oder Salatgurken, aber auch Quark, Joghurt und Eigelb (kein Eiweiß), das Obst sollte vorher immer gewaschen werden. Frisches, nicht zu kaltes Wasser muss dem Frettchen immer, am besten in einer Trinkflasche, zur Verfügung stehen. Kontrollieren sie aber den Wasserverbrauch täglich, damit die Wasseraufnahme sichergestellt ist und das Tier nicht etwa vor einer gefüllten, aber nicht funktionierenden Trinkflasche leidet.


Freilauf

Der Entdeckungsdrang der Frettchen ist eine typische Eigenschaft, die jedes Tier unbedingt ausleben soll. Ihre Neugierde ist nahezu unbegrenzt. Deswegen sollte beim Freilauf auf verschiedene Dinge geachtet werden.

In der Wohnung lauern viele Gefahren, wie Stromkabel, aber auch Putzmittel oder unbeaufsichtigte Wassergefäße. Der Freilauf sollte nicht ohne Beobachtung stattfinden. Wenn alle Gefahren in der Wohnung beseitigt sind, können die Tiere auch in der ganzen Wohnung frei laufen. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass Türen nicht zufallen können und der Weg zum Nagerheim frei ist.

Im Garten sollten Frettchen niemals frei ohne Aufsicht laufen. Frettchen sind flink und klettern leicht über hohe Zäune. Um dem Freiheitsdrang der Frettchen entgegen zukommen, hält der Zoofachhandel spezielles Frettchengeschirr bereit. Beim Anlegen des Geschirrs bitte darauf achten, dass ca. ein fingerbreit zwischen Frettchen und Geschirr frei ist.
Die meisten Frettchen lernen schnell an der Leine spazieren zu gehen.


Impfen

Frettchen sollten unbedingt gegen Viruserkrankungen wie Staupe, Tollwut und Parvovirose geimpft werden. Auch wenn die Tiere nur in der Wohnung gehalten werden, ist die Impfung ratsam. Durch Kleidung oder Schuhe können Viren übertragen werden.
Die Impfungen sollten jährlich wiederholt werden. Wenn Probleme, gleich welcher Art, mit dem Tier auftreten oder Sie noch weitere Fragen haben, bitte rufen Sie uns an. Diese Pflegetipps ersetzen nicht die in Ihren zookauf- Fachgeschäft erhältlichen, ausführlichen Ratgeber zur Pflege Ihres Heimtieres.

Ein paar putzige Frettchen