Ursprünglich stammt der gewöhnliche Karpfen aus der Donau und den Flüssen des Schwarzmeerbeckens. Heute ist er über ganz Europa verbreitet (außer ganz im Norden), in Nord- und Süd-Amerika, Australien, Neuseeland, Asien und Afrika.
In der Natur liebt der Karpfen stille und pflanzenreiche Gewässer, eine gewisse Wärme (obwohl er recht robust ist) und einen Bodengrund, in dem er wühlen kann. Denn seine Ernährung setzt sich sowohl aus Kleinlebewesen als auch Pflanzenteilen zusammen. Er verträgt auch noch einen relativ niedrigen Sauerstoffgehalt des Wassers.
Karpfen vermehren sich den ganzen Sommer über (das ist abhängig von der Umgebung) ab Wassertemperaturen von etwa 23°C. Die Eier werden an feinfiedrigen Pflanzen im seichten Wasser abgelegt. Das Ablaichen ist eine manchmal regelrecht brutale Angelegenheit, bei der sich die Tiere auch schon mal verletzen können. Diese Wunden (Verletzungen der Haut, verlorene Schuppen etc.) sind im allgemeinen jedoch ziemlich oberflächlich und verheilen bei gesunden Fischen recht schnell.
Der Laich (große Weibchen können mehrere hunderttausend Eier legen) schlüpft nach 5-8 Tagen bei etwa 23°C; die Brut schwimmt einige Tage später frei.
Karpfen leben sehr lange - es wird von einem Rekordalter von 40-50 Jahren in Gefangenschaft berichtet. Das Alter kann anhand von "Wachstums-Ringen" auf den Schuppen und Otholithen (Gehörknöchelchen) festgestellt werden. Aufgrund diverser Einflüsse (Krankheiten, Ernährungswechsel, Temperaturschwankungen etc.) können in einem Jahr auch mehrere Ringe entstehen. Daher müssen Altersschätzungen bei Koi und Karpfen von etwa 100 Jahren als ziemlich "optimistisch geschätzt" betrachtet werden.
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