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Kleintierställe und Freilaufgehege


Im Frühjahr, wenn das Wetter schöner wird, wollen viele Kleintierbesitzer ihren Lieblingen etwas Gutes tun und sie in den Garten lassen. Dies trägt zur artgerechten Tierhaltung bei und bietet dem Tier mehr Bewegungsmöglichkeiten sowie frisches Grün.
Hierbei ist es wichtig, einen geeigneten Standort zu wählen und das Kleintier vor anderen Tieren (z. B. Greifvögeln, Hunden, Katzen) sowie extremen Wetterverhältnissen wie Hitze, Kälte und Wind zu schützen.


Wetterschutz
Kalte Nächte im Frühling können eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Darum sollten Tiere, die im Winter drinnen gelebt haben, nachts durch eine spezielle Isolierung des Stalls geschützt werden.
Im Sommer besteht die Gefahr eines Hitzeschlags. Daher muss zu jeder Tageszeit ein Teil des Geheges im Schatten liegen. In diesen Bereich sollte auch ein Haus oder WigWam zur Verfügung stehen. Einen optimalen Schutz vor Sonneneinstrahlung bietet z. B. ein richtig angebrachtes Sonnensegel.


Ernährung
Die Umstellung auf frisches Gras kann zu unangenehmen und gefährlichen Verdauungsstörungen führen. Zur Vorbeugung sollte vor dem Freigang reichlich Heu verfüttert werden, damit das Tier nicht hungrig ist. Weiterhin wird der Aufenthalt im Freien anfänglich auf 30 Minuten begrenzt und dann täglich in 5 Minuten Schritten ausgeweitet. Ebenfalls ist es ratsam, dem Kleintier anfangs nur eine begrenzte und trockene Grasfläche zugänglich zu machen.

Ist das Tier länger als eine Stunde draußen, sollte ihm zusätzlich Heu und Wasser zur Verfügung stehen.


Gefahr durch andere Tiere
Ein Außengehege muss so aufgestellt werden, dass keine Hunde in die Nähe der schreckhaften Kleintiere kommen. Vor Katzen und Greifvögeln schützt beim Freigang ein passendes Schutznetz. Eine fest angebrachte Gitterabdeckung bietet jedoch den bestmöglichen Schutz, insbesondere wenn das Tier für einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt im Freien bleibt.


Wer nicht die Möglichkeit hat, ein Außengehege aufzustellen, kann seinem Kleintier bei einem Spaziergang ermöglichen, seinen natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Anders als beim Hund werden Richtung und Geschwindigkeit jedoch weitestgehend vom Tier bestimmt – die Leine dient ausschließlich der Absicherung!